Die Pfingstsequenz

des Stephen Langton muss in einem Hymnarium natürlich enthalten sein.
Ich habe sie bereits zweimal übersetzt. Beim Nachdenken darüber, welche der beiden Übersetzungen ich nehmen sollte, habe ich mich entschieden, eine neue, bessere zu machen. Das macht zwar Arbeit – lohnt aber.
Ich habe mich hier, wie bei einigen anderen Hymnen auch, für ein anderes Metrum als das des Originals entschieden.

Komm, Du Heiliger Geist,
Send vom Himmel herab
Einen Strahl deines Lichtes.

Komm, Du Vater der Armen,
Komm, Du Geber der Gnaden,
Komm, Du Licht unsrer Herzen.

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Es geht voran!

Heute war ich sehr fleißig!
Es zeichnet sich ab, daß die geplante Buchstärke von 120 Seiten auf keinen Fall unter-, wohl eher überschritten wird.

Die meisten lateinischen Hymnen sind über die Jahrhunderte hinweg viele Male bearbeitet und verändert worden. Manche stehen heute im Brevier in einer Fassung, die mit der ursprünglichen nicht mehr viel zu tun hat. Einige Brevierfassungen habe ich übersetzt und mich dann doch entschieden, sie nicht zu veröffentlichen – weil sie an die ebenfalls von mir übersetzten alten Fassungen nicht heranreichen. Eine Ausnahme ist ein ins Brevier aufgenommener Hymnus, der sehr spät auf der Grundlage eines mittelalterlichen Vorbildes geschrieben wurde, sich stark von diesem unterscheidet und wirklich schön und authentisch ist.

Die Ambrosianischen Hymnen enden regelmäßig mit einer später hinzugefügten Doxologie – die ich in der Regel wieder abhänge. Das hat den Grund, daß die hinzugefügte Doxologie meistens die Geschlossenheit des Hymnus stört. Ein Hymnus ist ja ein poetisches Werk, und je besser er gelungen ist, desto mehr stört es, wenn man etwas hinzufügt – und sei es noch so wahr.

Das Leben ist doch schön, wenn man Gregorianik hört und Hymnen übersetzt.

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Ein Hymnarium am Horizont

Im Frühjahr 2016 erscheint ein neues Hymnarium.
Ich habe aus dem großen Schatz lateinischer Hymnen der Kirche die schönsten ins Deutsche übertragen.
Ambrosius, Rabanus Maurus, Notker Balbulus, Thomas von Aquin und andere kommen zu Wort. Den Abschluß bilden Hymnen späterer Autoren: Alfons von Liguori (Original Italienisch) und Thérèse de Lisieux (Original Französisch).

Vorab die erste Strophe eines Hymnus des großen Thomas von Aquin:

Preise, Zion, den Erlöser,
deinen Fürsten, deinen Hirten,
preise Ihn im Lobgesang.
Alles, was du kannst, das wage,
Der ist über allem Lobpreis,
den du nie genügend preist.

© der Übersetzung: Claudia Sperlich

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